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Lebenslauf Ausbildung ZAG

Der Lebenslauf

Neben deinem Anschreiben ist der Lebenslauf der wichtigste Bestandteil deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Hier gilt es, deinen bisherigen schulischen und beruflichen Werdegang möglichst prägnant zusammenzufassen. Wie du das erfolgreich meisterst, erklären wir dir hier!


Wie sieht ein Lebenslauf aus?


Damit der Arbeitsgeber nicht erst langen Fließtext lesen muss, um relevante Informationen zu finden, solltest du einen tabellarischen Lebenslauf erstellen. Diese Form wünschen wir uns auch bei deiner Bewerbung bei ZAG.

Ein schönes Beispiel für einen tabellarischen Lebenslauf kannst du dir hier anschauen:

 

Muster Lebenslauf zwei Seiten

 

Die Alternative ist der ausführliche Lebenslauf. Allerdings wurde diese Form zunehmend von der tabellarischen Variante in den Hintergrund gedrängt.

 

Wie lang darf ein Lebenslauf sein?

 

Lange galt die Maxime „Ein Lebenslauf darf nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein.“ So wie sich Bewerbungsprozesse in den letzten Jahren generell verändert haben, nehmen Personaler auch von dieser Aussage langsam aber sicher Abstand. In einer Studie der Karriereberatung Resume Go wurde bewiesen, dass die Länge eines Lebenslaufs eine eher untergeordnete Rolle bei der Auswahl der potenziellen Kandidaten spielt. Hier gelangte man sogar zu dem Ergebnis, dass Berufsanfänger mit einem zweiseitigen Lebenslauf 1,4 Mal häufiger in die engere Auswahl kamen. Aber was heißt das nun für dich? Den Lebenslauf künstlich in die Länge ziehen? Oder ihn nach der altbekannten Maxime möglichst kurz halten? Weder noch! Orientiere dich nicht ausschließlich an der formalen Länge deines Lebenslaufs, sondern achte eher darauf, dass du keine wichtigen Daten außen vor lässt, aber auch keine für deine Bewerbung irrelevanten Informationen hervorhebst. Ob du dann auf ein oder zwei Seiten kommst, ist dabei nicht kriegsentscheidend.


Chronologischer vs. antichronologischer Lebenslauf


Du hast zwei unterschiedliche Möglichkeiten einen tabellarischen Lebenslauf aufzubauen. Im chronologischen Lebenslauf listest du alle Stationen so untereinander auf, wie sie tatsächlich stattgefunden haben. Du beginnst also als erstes logischerweise mit der Grundschule und beendest die Auflistung mit deinem Abschluss. Im antichronologischen Lebenslauf beginnst du mit deiner letzten Station und arbeitest dich in deinem schulischen Werdegang von hinten nach vorne durch. Weil uns natürlich deine letzten Stationen wichtiger sind als die Grundschule, würden wir uns von dir die antichronologische Variante als Lebenslauf wünschen.

 

Chronologischer Lebenslauf
Der chronologische Lebenslauf
Antichronologischer Lebenslauf
Der antichronologische Lebenslauf

 

Welche Inhalte gehören in den Lebenslauf?


Betrachten wir den Lebenslauf von oben nach unten, kann man ihn in drei große Bereiche einteilen – Kopfzeile, tabellarischer Hauptteil und Abschluss. Die Überschrift gehört in die Kopfzeile, alle wichtigen Informationen zu dir und deinem Werdegang werden unter der Kopfzeile tabellarisch dargestellt. Am Ende folgt der Abschluss mit Ort, Datum und Unterschrift. Um einen detaillierteren Einblick zu bekommen, möchten wir dir kurz jedes Element deines Lebenslaufs näher bringen.


Überschrift


In der Kopfzeile des Lebenslaufs trägst du als erstes „Lebenslauf“ ein. So weiß der Arbeitgeber direkt, welche Art von Dokument er vor sich liegen hat. Daneben kannst du gerne noch deinen Namen setzen.


Persönliche Daten


Direkt unter der Kopfzeile beginnt der tabellarische Hauptteil. Hier listest du als erstes deine persönlichen Daten – also Name, Geburtstag, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse auf. So hat der Personaler direkt alle wichtigen Daten von dir schnell im Blick. Angaben wie Familienstand, Religion, Name & Beruf der Eltern oder Gesundheitszustand gehören nicht in den Lebenslauf.


Bewerbungsfoto


Ein Foto in deinem Lebenslauf ist nicht zwingend erforderlich. Damit sich der Personaler jedoch ein Bild von dir machen kann, empfehlen wir dir, ein Foto hinzuzufügen. Entscheidest du dich dafür, solltest du es direkt rechts neben deinen persönlichen Daten platzieren. Damit dein Bewerbungsfoto auch ein Erfolg wird, empfehlen wir dir unseren Beitrag Das Bewerbungsfoto – Was geht? Was geht gar nicht?


Schulischer Werdegang


Dein schulischer Werdegang – auch Bildungsweg genannt - interessiert uns ab der Grundschule. Wenn du noch zur Schule gehst, gibst du an, wann und mit welchem Abschluss du die Schule voraussichtlich beenden wirst. Auf der linken Seite trägst du Überschriften und Zeiträume deiner schulischen Stationen ein. Rechts werden dann die weiterführenden Informationen eingetragen, also welche Schule du besucht hast und, wenn du derzeit noch Schüler bist, wann du voraussichtlich welchen Abschluss erwarten kann. Abschlussnoten musst du nicht zwingend in den Lebenslauf eintragen. Diese Angaben sind in den Zeugnissen vorhanden und werden im Verlauf ohnehin überprüft. Hast du die Schule ohne Abschluss beendet, reicht es uns, wenn du hier „ohne Abschluss“ einträgst – natürlich in Zusammenhang mit der richtigen Zeitspanne.

Schulischer Werdegang
So sollte der schulische Werdegang angegeben werden.

 

Bisherige Ausbildungsstationen


Möglicherweise hast du bereits eine andere Ausbildung begonnen oder abgeschlossen. In dem Fall notierst du bitte Ausbildungsstätte, Ort und Art der Ausbildung.

Schulischer Werdegang

Praxiserfahrung


Falls du bereits erste Praxiserfahrung durch Schülerpraktika oder Nebenjobs haben solltest, gehört es in den Lebenslauf. Auch ehrenamtliche Tätigkeiten kannst du hier eintragen. Gerne kannst du auch noch in 1-2 Stichpunkten auflisten, welche Aufgaben du übernommen hast. Falls nicht, ist das aber nicht schlimm.

Praxiserfahrung im Lebenslauf
Du solltest in Stichpunkten deine Tätigkeiten mit angeben.

 

Sonstige Kenntnisse und Fähigkeiten


Liste unter diesem Punkt deine Sprachkenntnisse, EDV- und Computerkenntnisse sowie andere Fähigkeiten auf, mit denen du punkten kannst. Falls du einen Führerschein hast, gibt ihn hier auf jeden Fall an.

 

EDV-Kenntnisse im Lebenslauf
Eine ausführliche Auflistung der EDV-Kenntnisse ist hier von Vorteil.

 

Hobbys


Nenne kurz deine Hobbys, denn sie sagen viel über dich aus. Das gilt ganz besonders, falls sie einen Bezug zur Ausbildung haben. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Hobbys wichtig sein könnten, schau dir unseren Beitrag „Hobbys im Lebenslauf: Ein Zwiespalt" an.

Hobbies im Lebenslauf
Die Hobbyangaben dürfen zusätzlich zu deinen Tätigkeiten mit angegeben werden.

 

Datum, Ort und Unterschrift


Nach dem tabellarischen Hauptteil folgt der Abschluss. Hier trägst du das aktuelle Datum, deinen Ort und die Unterschrift ein.

 

Lebenslauf Unterschrift


 

Lücken im Lebenslauf


Achte darauf, dass dein Lebenslauf lückenlos ist. Alle wichtigen Stationen sollten enthalten sein – egal ob schulischer oder praktischer Art! Was aber, wenn du eine Ausbildung angefangen hast, diese aber abgebrochen hast?

Lücken im Lebenslauf

Du solltest die Lücke auf keinen Fall verschweigen, sie wird früher oder später ans Licht kommen. Also gehe offen damit um und versuche, die Lücke(n) mit einer positiven Formulierung zu schließen. Hast du nach dem Schulabschluss eine lange Wartezeit gehabt, kannst du diese Zeitspanne als „Vorbereitung auf eine Ausbildung“ beschreiben und im Vorstellungsgespräch dann diese näher erläutern. Solltest du die Schule oder eine Ausbildung abgebrochen haben und die Zeit danach als Lücke im Lebenslauf stehen, kannst du den Zeitraum als „berufliche Orientierung“ bezeichnen. Es kann natürlich vorkommen, dass du während deiner Ausbildung gemerkt hast, dass dieses Berufsfeld nicht das richtige für dich war und du aus diesem Grund die Ausbildung vorzeitig beendet hast. Vermeide das Wort „arbeitslos“ und lasse Lücken niemals unkommentiert!


Du hast Fragen zum Inhalt oder Aufbau vom Lebenslauf? Nimm gerne zu uns Kontakt auf.