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Hochseil-Akrobatin balanciert auf einem Seil zwischen Bergen

Hobbys im Lebenslauf: Ein Zwiespalt

Gehören Hobbys in deinen Lebenslauf? Diese Frage beantworten wir ganz klar mit ja. Hobbys spiegeln dein Interesse wieder und geben einen guten Einblick in deinen Charakter. Ein Hobby beeinflusst den Auswahlprozess nicht direkt, gibt aber ein umfassenderes Bild des Kandidaten – umso besser für die Personalabteilung.

 

Was sagen Hobbys aus?

Es gibt drei Arten von Hobby-Gruppen:

 

  1. Die normalen Hobbys: Lesen, Musik hören, Kino, Wandern, Konzerte
  2. Die extremen Hobbys: Basejumping, Rennfahren, Fallschirmspringen, Bergsteigen
  3. Die passiven Hobbys: Fernsehen, Computer, Chillen

 

Die normalen Hobbys können für die Personalabteilung hilfreich sein, um zu erfahren, ob du gerne Herausforderungen suchst (Wandern) oder auch gern unter Menschen bist (Konzerte).


Die extremen Hobbys sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn es zu einem Gespräch kommt, kann die Frage fallen, ob eine Bürotätigkeit nicht zu „langweilig“ für einen Extremsportler wäre. Weiterhin wird sich die Personalabteilung fragen, ob du jeden Montag fit auf der Arbeit erscheinst, nur weil du wie jedes Wochenende an Bergen gehangen hast! Hier also gut überlegen, was du einträgst ;)

 

Vielmehr muss auf die passiven Hobbys geachtet werden. Wenn du „Computer“ als Hobby angibst, kann dies falsch aufgefasst werden. Gehe dort ein wenig mehr ins Detail, wenn es für die Stelle hilfreich sein kann (Grafikdesign, Videoproduktion oder wenn man seinen eigenen Blog führt). Bei „Fernsehen“ kannst du schnell als Couch-Potato eingestuft werden. Ein Tipp von uns: Chillen sollte auf keinen Fall angegeben werden ;)

 

Neben diesen Hobbykategorien gibt es auch Nebentätigkeiten, die sehr gut als Hobby funktionieren. Insbesondere, wenn es sich um eine Tätigkeit handelt, die deine Hilfsbereitschaft (ehrenamtlich in einer Hilfsorganisation), Verantwortungsbereitschaft (Schiedsrichter/Schulsprecher/in) oder deine Führungsqualität (Trainer/in einer Sportmannschaft) wiederspiegelt. Alle Tätigkeiten, die deine Sozialkompetenz unterstützen, werden gerne im Lebenslauf gesehen und auch unter Umständen berücksichtigt.

 

Checkliste:

  • Nicht übertreiben:

    Konzentriere dich auf das Wesentliche und versuche nicht irgendwelche Hobbys aufzuzählen, die du z.B. früher betrieben hast.

  • An die Stelle anpassen:

    Bei der Wahl der Hobbys solltest du im Hinblick auf den angestrebten Job insbesondere auf den Subtext achten.

  • Vorsicht vor den Extrem-Hobbys:

    Extremsportarten stehen gern für eine gewisse Risikofreude und könnten z.B. bei einem Job mit hoher Budgetverantwortung zu deinem Nachteil ausgelegt werden.

  • Erfolge aufzeigen:

    Selbstgesetzte Ziele, die erreicht wurden, dürfen gerne mit aufgelistet werden. Das spiegelt einen gewissen Willen wider und zeigt zum Teil auch deinen Kampfgeist auf.

  • Nicht verstellen:

    Denk dir keine Hobbys aus, sondern bleib bei der Realität. Im schlimmsten Fall kann es zu unangenehmen Situationen im Bewerbungsgespräch kommen ;)

  • Bei Unsicherheit – einfach weglassen:

    Wenn du dir nicht sicher bist, ob du ein bestimmtes Hobby eintragen solltest, lass es am besten komplett außen vor.

 

Abschließend:

Hobbys sollen im Optimalfall aufzeigen, dass du dein Leben aktiv führst und gewisse soziale Kompetenzen aufzeigst. Auch Kenntnisse und Interessen sind hilfreich, um dem Personaler ein besseres Bild von dir zu machen.
Aber das wichtigste: Sei einfach du selbst – keiner wird dich anders behandeln, nur weil du dich für ein spezielles Hobby entschieden hast ;)