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ZAG Ausbildung Rechts und Pflichten

Rechte und Pflichten eines Azubis

Deine Unterschrift auf dem Ausbildungsvertrag bringt einige Pflichten und Rechte mit sich. Diese sind sogar gesetzlich im Berufsbildungsgesetz festgelegt. Damit du einen guten Überblick hast und keine Gesetzestexte durchwälzen musst, haben wir dir hier kurz und knapp alles zusammengefasst. Im Ausbildungsvertrag findest du zu den unten genannten Punkten die entsprechenden Details.

 

Rechte eines Azubis

Ausbildungsmittel

Natürlich brauchst du für deine Ausbildung diverse Materialien oder auch Werkzeuge, mit denen du stets sorgfältig umgehen sollst. Diese werden vom Ausbildungsbetrieb gestellt, beziehen sich aber lediglich auf den betrieblichen und nicht den schulischen Teil – so musst du Bücher oder Stifte, die du in der Berufsschule brauchst - selber bezahlen. Beispiele für betriebliche Ausbildungsmittel wären Werkstoffe, Zeichenmaterial oder auch Berichtshefte.Angemessene Vergütung

Du hast während deiner Ausbildungszeit einen Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung.

 

Ausbildungsziel

Grundsätzlich hat jeder Azubi das Recht auf Arbeiten, die seinem Ausbildungsziel dienen. Du musst keine Arbeit verrichten, die nichts mit der Ausbildung zu tun hat – wie z.B. private Erledigungen für den Chef. Hier gibt es natürlich Ausnahmen, wie Arbeiten die für das Wohlbefinden in der Bürogemeinschaft sorgen. Dazu könnte man unter anderem einen wöchentlichen Küchendienst zählen. Dein Ausbilder hat also die Verpflichtung dir nur Aufgaben zu geben, die in direktem Zusammenhang mit deiner Ausbildung stehen.

 

Zeugnis

Am Ende deiner Ausbildung hast du das Recht auf ein Ausbildungszeugnis, welches dir dein Ausbilder ausstellen wird.

 

Kündigungsrecht

In deiner Ausbildungszeit hast du als Azubi spezielle Kündigungsmöglichkeiten (Idee für neuen Beitrag), in denen du das Ausbildungsverhältnis mit einer 4-wöchigen Kündigungsfrist beenden kannst.

 

Freistellung

Der Betrieb muss dich für die Berufsschule sowie für Zwischen- und/oder Abschlussprüfung freistellen, da du ein Recht auf Freistellung für Ausbildungsmaßnahmen hast.

 

Pflichten eines Azubis

Berufsschule

Der Besuch der Berufsschule ist verpflichtend – bedeutet, du musst hingehen.

 

Berichtsheft

Während deiner Ausbildung hast du die Pflicht, dein Berichtsheft zu schreiben. Das sind tägliche oder auch wöchentliche Berichte darüber, was du gelernt und getan hast. Kannst du nicht alle Nachweise vorlegen, wirst du nicht zur Abschlussprüfung zugelassen.  

 

Lernpflicht

Es ist in deiner Ausbildung für dich verpflichtend, alles dafür zu tun, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

 

Sorgfaltspflicht

Du hast die Pflicht, alle Tätigkeiten – egal ob im Betrieb oder in der Berufsschule – zuverlässig und vor allem ordentlich zu erfüllen.

 

Weisungsbefugnis

Du musst alle Anweisungen deines Ausbilders befolgen, sofern diese dem Erreichen deines Ausbildungsziels dienen - dies gilt auch für andere weisungsbefugte Personen.

 

Schweigepflicht

Dir ist es nicht gestattet, Betriebsgeheimnisse nach außen zu tragen

 

Bewahrungspflicht

Du hast stets sorgsam und vorsichtig mit Arbeitsmaterialien wie zum Beispiel Werkzeugen oder Büchern umzugehen.

 

Einhaltung der Ordnung

Gibt es eine Betriebsordnung, hast du dich auch an diese zu halten. Ist beispielsweise bestimmte Schutzkleidung vorgesehen, bist du verpflichtet, diese zu tragen.

 

Benachrichtigungspflicht

Solltest du krankheitsbedingt nicht in der Lage sein zur Arbeit zu erscheinen, musst du dich persönlich bei deinem Arbeitgeber sowie deiner Berufsschule krankmelden und eine ärztliche Bescheinigung vorlegen.

 

Erholungspflicht

Du bist verpflichtet, jede dem Urlaubszwecke widersprechende Erwerbstätigkeit, während deines Urlaubs zu unterlassen.

 

Teilnahme an Prüfungen

Die Teilnahme an den durch die Ausbildungsordnung vorgeschriebenen Zwischen- und Abschlussprüfungen ist für dich verpflichtend.

 

Ärztliche Untersuchung

Bist du minderjährig, ist eine ärztliche Untersuchung vor Ausbildungsstart Pflicht, damit du die Ausbildung überhaupt beginnen kannst. Mit dieser Erstuntersuchung wird dein Gesundheitszustand erfasst und festgestellt, ob du den Anforderungen der Ausbildung körperlich gewachsen bist. Zum Ende des ersten Lehrjahres wird es eine erste Nachuntersuchung geben, die spätestens zum Abschluss des ersten Ausbildungsjahres dem Arbeitgeber vorgelegt werden muss – sonst darfst du nicht weiterbeschäftigt werden.

 

Wenn du Fragen zu deinen Rechten und Pflichten hast, kannst du dich gerne mit den Ansprechpartnern für die Ausbildung bei ZAG in Verbindung setzen.